DESIGN IST GUT, WENN ES NICHT ERKLÄRT WERDEN MUSS
Design beginnt für uns nicht mit einer Farbe, einer Schrift oder der Frage, was gerade modern ist. Es beginnt mit einer viel einfacheren Frage: Was soll entstehen und warum soll es genau so aussehen?
Ein gutes Design trägt seine Erklärung bereits in sich. Man sieht etwas und versteht, was es sein will. Man nimmt ein Buch in die Hand und spürt schon vor der ersten Seite etwas von seiner Geschichte. Man betritt einen Raum und versteht, wie er gedacht ist. Man sieht ein Produkt, eine Verpackung, eine Webseite oder ein Logo und hat nicht das Gefühl, dass Gestaltung darübergelegt wurde. Sie gehört dazu.
Genau deshalb bedeutet Design für uns nicht, etwas möglichst hübsch zu machen. Schönheit allein ist noch kein Konzept und eine Gestaltung wird nicht dadurch besser, dass möglichst viele Menschen sie schön finden. Sie muss richtig sein. Richtig für den Gedanken, aus dem sie entstanden ist, richtig für den Menschen dahinter, richtig für ihre Funktion, ihren Ort und den Moment, in dem jemand ihr begegnet.
Unser eigener Flyer ist dafür ein ziemlich einfaches Beispiel. KreativSchmëdd sollte darin als Unternehmen aus Luxemburg erkennbar sein. Deshalb Rot, Weiß und Blau. Deshalb diese Formen, diese Schrift und diese Aufteilung. Muss das jedem gefallen? Nein. Es muss zu uns passen und ausdrücken, wer wir sind. Genau diese Idee formuliert auch der Flyer selbst.
Bei einem Buchcover funktioniert es nicht anders. Wir beginnen nicht mit der Frage, welches Cover gerade gut verkauft oder welche Farbe in diesem Jahr besonders häufig verwendet wird. Wir beginnen beim Buch, bei seiner Geschichte, seiner Stimmung, seiner Sprache und bei dem Gedanken des Menschen, der es geschrieben hat. Daraus entstehen Farben, Formen, Typografie und Bilder.
Und genau da hört Design für uns nicht auf. Ein Logo ist Design. Ein Buch ist Design. Eine Webseite ist Design. Aber auch eine Verpackung, ein Messestand, ein Möbelstück, eine App, ein Raum, ein Spiel oder die Art, wie Informationen strukturiert werden, kann Design sein. Selbst ein Ablauf kann gestaltet sein, wenn er Menschen dabei hilft, etwas intuitiver zu verstehen oder besser zu benutzen. Diese ungewöhnlich breite Auffassung steckt bereits in unserer Aufzählung im Flyer, von Logos und Büchern über Apps, Möbel und Verkaufsstände bis hin zu Datenbanken, Informationsstrukturen und Prozessen.
Wir unterscheiden deshalb nicht zuerst zwischen Grafikdesign, Produktdesign, Webdesign oder Raumgestaltung. Wir schauen zuerst auf die Idee. Denn manchmal braucht eine Idee ein Logo, manchmal ein Buch, manchmal eine Webseite, manchmal eine Verpackung, einen Raum, einen Stand, eine Animation oder etwas, für das es noch gar keine fertige Kategorie gibt. Dann entwickeln wir genau das.
Nicht damit es nach Design aussieht, sondern damit es sich anfühlt, als hätte es nie anders aussehen können.
Design ist für uns dann gut,
wenn am Ende niemand mehr darüber nachdenken muss,
warum es funktioniert.
Es funktioniert einfach.